Mit der Kraft von 32 Kilobyte Speicher zum Mond.

Als Apollo 8 sich aufmachte, um zum Mond zu fliegen, wurde sie mit dem besten Navigationscomputer ihrer Zeit ausgerüstet.

Es war der Apollo Guidance Computer (AGC), der mit einer sagenhaften Geschwindigkeit von 1 Megahertz Daten verarbeiten konnte. Als Festspeicher verfügte er über 32 Ki (Datenworte: der Begriff Kilobyte war noch nicht gebräuchlich) und der Hauptspeicher bestand aus 2 Kilobyte.

Es arbeiteten über 300 Personen an der Programmierung des AGC, um mit ihm die Apollo 8 in Echtzeit zu steuern. Zur Eingabe von Rechenbefehlen wurde eine Tastatur ähnlich der eines Taschenrechners eingesetzt. Einen Monitor gab es für diesen Computer noch nicht, hier behalf man sich mit einer Ziffernanzeige.

Wie wir wissen, war der Flug erfolgreich und die nachfolgenden Apollo Missionen landeten mit zwei dieser „Supercomputer“ auf dem Mond.

Dies zeigt, mit welcher geringen Rechnerleistung es möglich ist, Großes zu vollbringen. Die Computer unserer Zeit spielen in einer ganz anderen Liga, aber Computer mit kleiner Rechenleistung haben sich weiterhin erhalten. Sie werden benutzt, um Kaffeemaschinen zu steuern, WLAN im Haus zu verbreiten, Kabel im Auto einzusparen, in der Medizintechnik zum Steuern von lebenserhaltenden Systemen und überall dort, wo wir Steuerung und Regelung einsetzen.

Sie haben ähnliche Werte wie der AGC und arbeiten auch in unseren modernen Hausgeräten. Ein SAMD21 Mikroprozessor von Atmel hat z.B. bis zu 256 Kilobyte Speicher und 32 Kilobyte Hauptspeicher. Die Programmierung dieser Mikroprozessoren ist erstaunlich einfach geworden.

In der neuesten Version kann dieser Mikroprozessor mit CuiruitPhyton programmiert werden. Dadurch ist es möglich, Programme ohne Compiler direkt in Form einer definierten Textdatei auf den Mikroprozessor zu schreiben. Der Mikroprozessor der Familie SAMD21 hat eine entsprechende direkte USB Schnittstelle, wird er mit Ihrem Rechner verbunden, meldet sich der SAMD21 als USB Device an Ihrem Computer an und Sie können per Drag & Drop Dateien auf den Mikroprozessor schreiben.

Diese werden dann von CuiruitPhyton interpretiert und der Mikroprozessor führt Ihre Befehle aus.

Durchmesser 28mm

Ein Beispiel ist der Adafruit Gemma M0 auf Basis des ATSAMD21E18, der zum Ansteuern einer LED Uhr, auf Kleidung vernäht werden kann. Damit ist es möglich, komplexe Steuerungen und Bastelarbeiten selber vorzunehmen.
Welches wird Ihr erstes Projekt mit einem Mikroprozessor sein?

Bleiben Sie neugierig!

 

Weihnacht im Wandel des Lebenszyklus

Als Kind war Weihnachten das Größte, man freute sich schon monatelang auf das große Fest. In der Schule wurden Strohsterne gebastelt, um diese am Heiligen Abend an den Weihnachtsbaum zu hängen. Zwei Wochen vor Weihnachten wurde dann Lebkuchenteig hergestellt, der mindestens eine Woche ziehen musste. In diesem Teig waren jede Menge exotischer Gewürze, Zimt, Sternanis, Kardamom, Macis und viele andere, die heute keiner mehr kennt. Als Backtriebmittel wurde Hirschhornsalz verwendet, weshalb der Teig so lange ruhen musste.

Jede Woche schaute man auf den Adventskranz in der Schule und freute sich darüber, wenn eine neue Kerze brannte.

Wenn am Heiligen Abend das Glöckchen bimmelte war es soweit, die Geschenke durften geöffnet werden und danach ging es in die feierlich geschmückte Kirche. Auf dem Rückweg von der Kirche stapfte man durch den Schnee und fiel danach erschöpft und glücklich ins Bett.

In den 70er Jahren wurden die Geschenke immer größer, die Geschäfte immer prächtiger und die Wünsche nahmen zu. Man glaubte nicht mehr an den Weihnachtsmann und wünschte sich von seinen Eltern konkrete Sachen. Die Überraschung zu Weihnachten lag dann nur noch in der Vielzahl der erfüllten Wünsche. Danach ging es zu den Großeltern, um hier weiter zu feiern und neue Geschenke auszupacken.

In den 80er Jahren wurde Weihnachten komplizierter, man wollte Weihnachten mit seiner Freundin verbringen und gleichzeitig mit der Familie feiern. Die Vorbereitungen zu Weihnachten hatten sich gewandelt. Backen und Basteln waren vergessen, man stürzte sich jetzt selbst ins Einkaufsgeschehen und war bedacht, seine Lieben zu beschenken. Die Welt wurde durch Tschernobyl global und der Mauerfall führte zum Umsturz der politischen Systeme in Deutschland. Weihnachten war jetzt die Zeit, in der man sich Gedanken zur Zeitgeschichte und der Verbesserung der Welt machte.

In den 90er Jahren war Weihnachten wieder etwas ganz besonderes, das eigene Kind war geboren. Das Haus wurde geschmückt und es wurden wieder Plätzchen gebacken. Nicht so aufwändig wie zur Kinderzeit, aber es gab Weihnachtsplätzchen jetzt schon ab November im Discounter, so dass man zu Weihnachten meist keinen Appetit mehr auf diese hatte. Deutschland war wiedervereinigt, die Sowjetunion zerfiel, die Regierung zog von Bonn nach Berlin.

Im 21. Jahrhundert änderte sich alles in unserer globalen Welt. Der Euro hat die Mark ersetzt, das erste Smartphone veränderte unsere Gesellschaft grundlegend. Die Generation Kopf unten wuchs heran und der Black Friday kommerzialisierte das Weihnachtsfest noch stärker. Die Wünsche der Kinder wurden größer und auch für sie wurde Weihnachten kompliziert, wenn sie im jugendlichen Alter lieber mit Freunden feiern wollten. Für die Erwachsenen dagegen wurde Weihnachten mit der Familie wieder wichtiger, da man nicht wusste, wie lange die eigenen Eltern noch leben würden.

In den 2010er Jahren steigt der Konsum zu Weihnachten weiter an und die Digitalisierung bringt uns im Leben virtuell zusammen. Weihnachten ist jetzt die Zeit, in der man über die Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung nachdenkt. Aus dem Kaufrausch der letzten Jahre hat man sich ausgeklinkt und versucht wieder, die Weihnachtszeit als etwas Großes anzusehen, in der man sich aus dem Alltag herausnimmt, innehält, um sich auf das Wichtige im Leben zu konzentrieren. Wer weiß schon, wie lange es Weihnachten noch geben wird, in einer Zeit, in der es aus Rücksicht auf andere Kulturen als politisch nicht korrekt gilt, wenn wir unsere eigene Kultur weiter pflegen. Es wäre ein Verlust für unsere christliche Kultur, wenn wir das Fest der Feste nicht mehr an die nächste Generation weitergeben würden.

Weihnachten ist einer dieser Ankerpunkte, an dem wir unser Leben reflektieren können.

Ich wünsche Ihnen eine frohe Weihnacht und verlieren Sie nicht den Zauber dieser Zeit.

Hardy Schmidt-Ellinger

Das Ende der Netzneutralität in den USA und deren Auswirkungen für uns

Was ist eigentlich Netzneutralität?

Zum Verständnis vorab, das Internet besteht aus Servern und Leitungen, über die die Server untereinander und mit Ihrem Rechner zuhause kommunizieren.

Für die Kommunikation über die Leitungen zu Ihnen nach Hause gibt es ein Protokoll, welches die angeforderte Webseite in kleine Teile zerschneidet, damit diese auf Ihren Computer gelangen kann.

Warum wird eine Webseite in kleine Pakete zerschnitten?

Viele kleine Pakete von Daten rauschen wie Sand durch eine Leitung und das Übertragen von tausenden Webseiten ist gleichzeitig möglich. Wenn hingegen die Webseiten nicht zerschnitten wären, gäbe es ständig Staus, da die großen Brocken die Leitung verstopfen würden. Weiterhin gibt es kleine Datenmengen wie z.B. Telefongespräche, die einen zeitlich geordneten Ablauf benötigen, damit das Gegenüber Sie versteht. Dies geht nur mit kleinen handlichen Paketen. Jedes dieser Pakete hat eine Absender- und Zieladresse, wie ein Paket von der Post. Damit ist sichergestellt, dass die Daten kontrolliert von A nach B kommen. In Ihrem Rechner werden diese Pakete wieder zu einer Webseite zusammengesetzt.

Die Erfinder des Internets haben das Protokoll extra so aufgebaut, das alle Daten gleichzeitig wie Sand durch die Leitung laufen, damit alle Datenanbieter die gleichen Voraussetzungen für die Schnelligkeit der Datenübertragung haben. Egal ob ein Fischer von den Malediven einen Server betreibt oder aber Google, alle Daten werden mit der gleichen Geschwindigkeit im Internet übertragen. Dies nennt man Netzneutralität. Die Erfinder des Internets haben diese Technologie der Menschheit geschenkt, damit alle Menschen frei über ein weltumspannendes Netz kommunizieren können.

Eingriffe in die Netzneutralität sind bis jetzt nur aus Ländern bekannt, die keine Demokratie haben. Hier wird aus ideologischen Gründen in den Internetdatenverkehr eingegriffen, um nicht erwünschte Informationen zu blocken oder zu bremsen.

Die USA haben im Dezember 2017 aus wirtschaftlichen Gründen die Netzneutralität abgeschafft! Die Regierung der USA hat es, anders als in Europa, nicht geschafft, ein demokratisches Internet in den USA aufrecht zu erhalten. Die großen Telefonanbieter (Provider) können nun für das schnelle Durchleiten von Internetinhalten Sondergebühren berechnen. Schlimmer noch, hat ein Provider einen eigenen Dienst, der in Konkurrenz zu anderen Diensten im Internet steht, so kann er die Konkurrenz ausbremsen oder stoppen.

Damit ist ein freies Internet mit seinen Innovationen für die Menschheit in den USA Vergangenheit geworden. Es wird sich zeigen, wie die großen Firmen in den USA mit jungen Startups umgehen werden. Spannend dürfte auch der nächste Wahlkampf in den USA werden, wenn hier die Provider mit Sondergebühren für das schnelle Durchleiten von Daten den Wahlkampf beeinflussen könnten.

Inwieweit sind wir davon betroffen?

Solange Daten nicht aus den USA abgerufen werden oder über die USA laufen, gibt es keine Veränderung für Europa. Im Gegenteil, durch Aufgabe der Netzneutralität in den USA hat Europa große Vorteile für junge Startups. Diese können von einem freien Internet profitieren, in dem Wissen und Freiheit weiterhin für Jedermann verfügbar sind, so wie es sich die Erfinder des Internets gewünscht haben.

Bleiben Sie neugierig.

https:// Die sichere unsichere Verbindung

Waren die Zeiten noch schön, in denen man sich auf das https Symbol im Browser verlassen konnte. Eine Webseite, die mit https anfing wurde, als sicher und seriös eingestuft.

Schon im Jahr 2014 berichtete die Zeitschrift Chip über tausende gefälschte Sicherheitszertifikate, wobei nach eingehender Prüfung um die Hundert als gefährlich eingestuft wurden.

Was verspricht uns das https Verfahren eigentlich? Nichts anders, als eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Server des Webseitenbetreibers und dem Kunden.

Die Abkürzung HTTPS steht für ein sicheres Hypertext Übertragungsprotokoll und ist nur eine Transportverschlüsselung der Daten, welche über das Internet laufen.

Wichtig ist das Sicherheitszertifikat, welches die Authentifizierung der Kommunikationspartner sicherstellen und vor Man-in-the-Middle-Angriffe schützen soll. Man-in-the-Middle oder auch Janusangriffe sind Angriffe, bei denen sich Hacker durch ein geklautes oder gefälschtes Zertifikat in Ihre Kommunikation einschleichen können.

Da es Schwachstellen im Zertifikatssystem und in der Ausstellung von Sicherheitszertifikaten durch unsichere Länder gibt, kann man nicht allen Sicherheitszertifikaten vertrauen.

Was können Sie tun, um gefälschte Seiten nicht mit Ihren persönlichen Daten zu füllen und Phishing Opfer zu werden?

Niemals einem Link aus einer E-Mail folgen, auch wenn dieser mit https beginnt.

Geben Sie die Adresse Ihrer Bank oder des Webshops Ihrer Wahl immer per Hand oder aus Ihrem sicheren Bookmark ein.

Achten Sie auf Rechtschreibfehler bei der Adresse Ihrer Bank, da der Name Ihrer Bank fest mit einer IP verbunden ist. Betrüger können den Namen Ihrer Bank ohne DHCP Hack nur mit leichten Abänderungen imitieren.

Tipp: Wenn Sie bei den modernen Browsern auf das Schloss neben der https Verbindung klicken, bekommen Sie weitere Informationen zu der Webseite und dem Zertifikat angezeigt.

Beispiel Firefox Browser, hier sehen Sie, wer das Zertifikat ausgestellt hat und wie oft Sie diese Seite schon besucht haben. Achten Sie bitte auch auf die Gültigkeitsdauer eines Zertifikats, damit Ihnen Phishing erspart bleibt.

Bleiben Sie neugierig.

 

 

 

Das unentdeckte Land künstliche Intelligenz

Während die meisten Menschen ihr Smartphone und ihren Computer sorglos nutzen, tobt zwischen den Großmächten und multinationalen IT Firmen ein Wettlauf um die Erschaffung und Kontrolle von künstlicher Intelligenz.

Dies ist nicht die Geschichte aus einem Zukunftsfilm, nein, es ist schon heute Realität.

Was ist der Antrieb für dieses Handeln?

In einer Welt schwindender Ressourcen wird nur derjenige wirtschaftlich überleben, der sich diese Ressourcen sichern und sie mit neusten Produktionstechniken ausbeuten kann.

Wasser ist eine dieser Ressourcen, welche durch den Klimawandel schon heute zu einem knappen Gut geworden ist. Die Aufbereitung und Rückgewinnung von Wasser ist energieintensiv und erfordert große Anlagen. Hier sind selbst lernende und mitdenkende Anlagen bei der Rückgewinnung von Trinkwasser extrem wichtig.

Der Verkehr in unseren Städten kollabiert immer häufiger, da jeder Fahrer nur sein eigenes Vorankommen im Auge hat. Würden alle Fahrzeuge über KI verfügen, könnte der Straßenverkehr als ein großer Organismus agieren, in dem die Fahrzeuge ihre Spur, Geschwindigkeit und Abstand automatisch regeln, um effektiv Treibstoff und Zeit zu sparen.

Dies sind nur einige Vorteile die KI mit sich bringt.

Leider werden einige Staaten ihre Armeen mit KI ausstatten und so ein neues Wettrüsten auf technologischer Basis anstoßen.

Interessant ist, dass führende Innovatoren wie der Physiker Stephen Hawking, der Microsoft-Gründer Bill Gates und der Tesla-Gründer Elon Musk, besorgt der Einführung von KI entgegensehen. Die Angst, dass KI sich selbständig weiterentwickelt und für uns nicht mehr kontrollierbar ist, ist nicht unbegründet. Im Sommer diesen Jahres hat Facebook bei einem KI Experiment den Stecker gezogen, da zwei Computer eine eigene Sprache entwickelt haben, die von den Programmierern nicht mehr verstanden wurde.

Auch gibt es ethische Bedenken, wenn z.B. ein mit KI ausgestattetes Fahrzeug einen Unfall nicht mehr verhindern kann und die Entscheidung ansteht, töte ich einen Passanten oder rette ich den Insassen?

Wer trifft dann hier die Entscheidung? Der Programmierer oder das Wesen Auto mit künstlicher Intelligenz?

Für Shakespeare war das unentdeckte Land der Tod, für uns soll es die Zukunft sein. Alle industriellen Revolutionen haben den Menschen Angst gemacht. Die Einführung von KI ist eine neue Herausforderung an die heutige Gesellschaft, Ziel muss es sein, unsere Werte auch bei der Einführung von KI zu verteidigen.

Bleiben Sie neugierig

Durch IoT wird Made in Germany wieder neu belebt

Internet of Things, das sind Geräte die über das Internet kommunizieren und so den Menschen Arbeit abnehmen. In der Wirtschaft spricht man von M2M Maschine to Maschine Kommunikation, die zwischen Automaten, Robotern und anderen Produktionssystemen stattfinden.

Diese IoT Geräte haben es der deutschen Wirtschaft ermöglicht, den Automatisierungsgrad in Deutschland an die Spitze der Weltwirtschaft zu treiben. Deutschland gehört mit einer Kapazität von 300 Industrierobotern auf 10000 Arbeitnehmern zu den fünf Nationen mit dem höchsten Automatisierungsgrad.

Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft und ihre Arbeitnehmer sind heute schon ersichtlich. Arbeitsplätze aus Billiglohnländern werden in der Automobilindustrie wieder nach Deutschland zurückverlagert. Der hohe Automatisierungsgrad macht es möglich, in Deutschland preiswerter und qualitativ besser zu produzieren.

Davon profitiert auch unsere Umwelt, da der nutzlose Transport von Halbfertigteilen quer durch die Welt mit seinen Immissionen durch die Verkehrsmittel entfällt.

Jetzt ist es an der Zeit, neue Standards in der Sicherheit der IoT Produkte zu setzen, wodurch es möglich wird, die Persönlichkeitsrechte der Bevölkerung zu schützen und auch die Anlagen, welche mit IoT Produkten arbeiten. Nichts ist schlimmer als eine Fabrik, die von Hackern sabotiert wird.

Doch was hat das alles mit Gerolstein zu tun?

In Gerolstein gibt es das IT Bataillon 281, welches sich mit 600 Soldaten um die sichere Kommunikation der Streitkraft und deren Anlagen kümmert und somit einen wichtigen Bestandteil von IoT Sicherheit darstellt. Auf allen IoT Produkten läuft ein mini Betriebssystem, dessen Schutz vor Angriffen durch die Norm IEC 62443 neu geregelt wird. Der daraus resultierende Standortvorteil von Gerolstein in Bezug auf IT Wissen kann von den IT Firmen in der Region genutzt werden.

Bleiben Sie neugierig.

Die Eifel, ein Juwel, welches sich die Dunkelheit erhalten hat

Die meisten Mitmenschen werden mit dieser Überschrift nichts anfangen können, da ihnen das Maß der Lichtverschmutzung auf der Erde nicht bewusst ist.

Jahrtausende lang hat der Mensch die Sterne beobachtet, nach diesen navigiert und seinen Platz im Universum bestimmt. Nur durch die Beobachtung des Lichts fremder Sterne sind wir heute in der Lage, anhand des Lichtspektrums fremder Sterne, auf die materielle Zusammensetzung einer Sonne zu schließen.

Auch das Auffinden von Exoplaneten ist nur durch das Schwanken eines Sternenlichtes zu detektieren. Die Position der Sonne im Raum wird durch die Schwerkraft eines Planeten beeinflusst und man kann auf der Erde ein flackern des Sternenlichts feststellen.

Astronomische Beobachtungen sind für Stadtmenschen heutzutage tabu, da das Licht in ihrer Umgebung heller als das der Sterne ist und diese damit nicht mehr gesehen werden können.

Der Himmel über Berlin ist bei Nacht 43-mal heller als in der Eifel, wodurch von den ca. 2500 Sternen, die am Nachthimmel in der Eifel zu sehen sind, in Berlin nur noch 200 für das menschliche Auge sichtbar sind.

Die Nacht geht für die Natur verloren, dies hat nicht nur negative Folgen für den chronobiologischen Rhythmus der Menschen, nein, auch die Natur leidet sehr stark an der Lichtverschmutzung.

Jede Nacht verbrennen Millionen von Insekten an unseren Straßenlaternen oder sterben an Erschöpfung durch ihren permanenten Flug um die Leuchten. Damit entfällt die Nahrungsgrundlage für viele Vögel, dass führt zu weitreichenden Folgen für unser Ökosystem.

Die Lichtverschmutzung nahm bis jetzt jedes Jahr um ca. 5% zu. Durch die neue LED Technik, die billiges Licht Jedermann zur Verfügung stellt, wird von Experten mit einem noch stärkeren Anstieg der Lichtverschmutzung gerechnet.

Wenn Sie sich über die Lichtverschmutzung in Ihrem Wohnort informieren möchten schauen Sie doch mal auf die Webseite www.lightpollutionmap.info. Sie werden überrascht sein, wie hell es ist.

Jetzt verstehen Sie warum es gut ist, wenn die Eifel sich ihre Dunkelheit erhalten hat.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, ist es doch ein tolles Gefühl, bei Dunkelheit den Sternenhimmel zu beobachten und sich seiner eigenen Position im Universum bewusst zu werden.

Bleiben Sie neugierig.

 

 

 

 

 

Maker Szene, was ist das?

Maker, engl. für Schöpfer/Hersteller, sind die modernen Bastler unserer Zeit.

Ihr Anliegen ist es, Sachen selbst zu reparieren oder neue Produkte zu erstellen.

Nach dem Motto: „Wenn man es sich vorstellen kann, kann es gemacht werden“, erschaffen sie ihre eigenen Lösungen.

 

Es sind heutzutage nicht mehr die Bastler, die im Keller allein an ihrer Eisenbahnanlage gebaut haben. Heute schließen sich die Maker zu Interessengemeinschaften zusammen, um mittels der Gemeinschaft komplexe Probleme zu lösen.

 

Es gibt die analogen und die digitalen Maker, die analogen arbeiten traditionell im handwerklichen Bereich, zum Beispiel beim Schneidern von Kleidung. Die digitalen Maker bauen mittels Mikroprozessoren und Software komplizierte Geräte, z. B. zur Umwelterfassung.

 

Mit der Erfindung von intelligenter Kleidung sind aber auch hier die Grenzen schwimmend. Der Erfolg der Maker Szene liegt an dem Zusammenschluss über das Internet und realen Treffen unter Gleichgesinnten. Dazu werden in größeren Städten sogenannte Fablabs gegründet, das sind Werkstätten, die mindestens einen 3D-Drucker, einen Lasercutter und eine CNC-Fräse besitzen sollten.

3D Drucker

Dabei handelt es sich bei diesen Geräten meist nicht um professionelles Equipment. Maker bauen sich ihre Werkzeuge selber. Die Innovationskraft dieser Gemeinschaft ist auch dem Bundesministerium für Forschung und Technologie bekannt, es unterstützt die Maker Bewegung und versucht den Bereich der Photonik in der Maker Szene zu etablieren.

 

Mit der „Photonik SenseBox“ ist ein von der Zugspitze bis in viele Schulen reichendes Citizen Science Messnetz entstanden, das Wetter- und Umweltdaten aufnimmt. Die erhobenen Daten der Messstationen werden im Internet auf einer gemeinsamen Karte sichtbar gemacht. Damit liefert die Maker Szene kostenlos wichtige Umweltdaten für die Allgemeinheit.

 

Durch die Maker Szene sind elektronische Bastelleien für Jedermann preiswert und nachvollziehbar geworden. So gibt es im Internet die verschiedensten Anleitungen zum Bau innovativer Produkte, wie zum Beispiel einer Datenbrille auf Basis eines Mikroprozessors, welche unter 100 Euro kostet.

 

Maker machen die Welt nicht nur smarter, sie schaffen auch eine gewisse Art von Unabhängigkeit gegen Industriekonzerne, die uns nur als Nutzer von Technik, nicht aber als Partner sehen.

 

Bleiben Sie neugierig.

Gerolstein baut seine digitale Kompetenz weiter aus.

Nachdem Gerolstein mit seinem freien WLAN den Grundstein für eine digitale offene Gesellschaft gelegt hat, beschloss der Bauausschuss der Stadt Gerolstein auch die Gemeindehäuser der Stadtteile mit freiem WLAN auszustatten. Damit ist nicht nur die freie Kommunikation und das kostenlose Surfen in den Randbereichen von Gerolstein sichergestellt, sondern auch die Grundlage für IoT Projekte. Somit ist es möglich, an beliebigen Standorten Webcams oder Internet of Thinks Produkte in der Stadt und den Stadtteilen von Gerolstein einzusetzen.

Damit ist Gerolstein für Startups und Innovatoren im IT Bereich interessant geworden, da hier neue Produkte und Ideen einfach ausprobiert werden können.

Erklärung: Internet of Thinks bedeutet Internet der Dinge. Dies sind kleine Geräte, die sich direkt mit dem Internet verbinden, um Informationen und/oder Messwerte abzugleichen. Angefangen von Gesundheitssensoren, welche im Notfall ohne Handy Hilfe holen können, bis zur Überwachung von Gesteinsstrukturen, wie zum Beispiel der Drohenden Ley auf Stabilität.

Drohende Ley

Diese Geräte sind Minirechner, die sich wie ein „normaler Computer“ mit dem Internet verbinden, um Informationen auszutauschen.

Minirechner ESP8266

Durch ihren geringen Stromverbrauch können sie mit Solarzellen oder Batterien autark arbeiten, wenn sie eine Verbindung mit dem Internet herstellen. Durch den Aufbau des Gerolsteiner WLAN Netzes auf Basis der Freifunk Initiative können diese Geräte ein WLAN nutzen, welches nicht durch Anmeldungen und Passwörter reglementiert ist.

Dadurch sind auch mobile Anwendungen in Gerolstein und den Stadtteilen möglich geworden. Spannend, welche Entwicklungen diese Infrastruktur für IoT Geräte verursacht.

Bleiben Sie neugierig.

Vermessungen der Eisenerzmutung und der Stollen in Bewingen haben begonnen

 

Der Eisenerzabbau wurde 1847 zum ersten Mal erwähnt und ging bis in die Zwanzigerjahre des letzten Jahrtausends. Dabei war nicht die Menge des Eisenerzes von Bedeutung, es war die besondere Qualität, welche den Abbau des Bewinger Eisens rechtfertigte.

Nach Vermessung der ersten Mutung ging es hoch in die Bewinger Stollen, in welche sich die Bewinger Bürger im Zweiten Weltkrieg vor dem Bombenhagel der Alliierten zurückgezogen hatten.

Hier suchten sie zusammen mit den damals vor Ort stationierten deutschen Truppen Schutz, so dass manchmal mehr als 150 Personen in den Stollen zusammen kamen.

Das Stollensystem war so umfangreich, dass Kinder schon mal gesucht werden mussten.

Nach einigen Bombentreffern und im Laufe der Zeit, sind die Eingänge zum größten Teil verschüttet und die Stollen sind statisch nicht mehr sicher. Aus diesem Grund ist das Betreten der Mutung und des Stollensystems strengstens untersagt.

Die alte Mutung am Kylltalradweg soll im nächsten Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wir danken den Mitarbeitern des Landesmuseums Trier für ihren Einsatz unter schwersten Bedingungen, mit dem Ziel, die Geschichte des Stollensystems und den Grund ihrer Erschaffung herauszufinden.

Dadurch hat sich gezeigt, dass der Burlich in Bewingen ein großes Stollensystem beherbergt, welches vermutlich aus dem 30 Jährigen Krieg stammt.