KategorieAus der Region

Gerolstein baut seine digitale Kompetenz weiter aus.

Nachdem Gerolstein mit seinem freien WLAN den Grundstein für eine digitale offene Gesellschaft gelegt hat, beschloss der Bauausschuss der Stadt Gerolstein auch die Gemeindehäuser der Stadtteile mit freiem WLAN auszustatten. Damit ist nicht nur die freie Kommunikation und das kostenlose Surfen in den Randbereichen von Gerolstein sichergestellt, sondern auch die Grundlage für IoT Projekte. Somit ist es möglich, an beliebigen Standorten Webcams oder Internet of Thinks Produkte in der Stadt und den Stadtteilen von Gerolstein einzusetzen.

Damit ist Gerolstein für Startups und Innovatoren im IT Bereich interessant geworden, da hier neue Produkte und Ideen einfach ausprobiert werden können.

Erklärung: Internet of Thinks bedeutet Internet der Dinge. Dies sind kleine Geräte, die sich direkt mit dem Internet verbinden, um Informationen und/oder Messwerte abzugleichen. Angefangen von Gesundheitssensoren, welche im Notfall ohne Handy Hilfe holen können, bis zur Überwachung von Gesteinsstrukturen, wie zum Beispiel der Drohenden Ley auf Stabilität.

Drohende Ley

Diese Geräte sind Minirechner, die sich wie ein „normaler Computer“ mit dem Internet verbinden, um Informationen auszutauschen.

Minirechner ESP8266

Durch ihren geringen Stromverbrauch können sie mit Solarzellen oder Batterien autark arbeiten, wenn sie eine Verbindung mit dem Internet herstellen. Durch den Aufbau des Gerolsteiner WLAN Netzes auf Basis der Freifunk Initiative können diese Geräte ein WLAN nutzen, welches nicht durch Anmeldungen und Passwörter reglementiert ist.

Dadurch sind auch mobile Anwendungen in Gerolstein und den Stadtteilen möglich geworden. Spannend, welche Entwicklungen diese Infrastruktur für IoT Geräte verursacht.

Bleiben Sie neugierig.

Pracht und Macht der Römerzeit in Gerolstein und die kulturellen Spuren heute.

Wir schreiben das Jahr 236 nach Christus. Das römische Reich wird vom Soldatenkaiser  Maximinus Thrax geführt, einem mehr als 2 m großen Hünen mit großer Kampf- und Führungserfahrung. Obwohl er nie in Rom war, sicherte er die Pax Romana gerade an den Ostgrenze des römischen Reiches gegen germanische Raubzüge.

 

Die Pax Romana herrscht nun seit mehr als 200 Jahren auch im idyllischen Kylltal. Die bäuerliche und adlige keltische Bevölkerung hat sich mit der römischen Pracht, Macht und Kultur arrangiert. Schwerreiche Patrizier und  Mäzene und nicht minder begüterte  pensionierte  Feldherren in Trier und Köln haben schon lange das mittlere Kylltal entdeckt, und dort prächtige Landsitze bauen lassen, einen davon hier im heutigen Gerolstein, die Villa Sarabodis. Diese Villa Rustica verfügte über Fußbodenheizung, Bäder und Kammern, dicke Mauern mit Glasfenstern und große Stallungen, um die Gäste  unterzubringen und mit maximalem römisch-keltischem Luxus zu erfreuen. Austern wurden vom Atlantik hierher gekarrt, die Jagd- und Fischgründe waren ausgezeichnet, der fruchtbare Basaltboden um die Villa ließ Getreide, Spinat, ja sogar Melonen gedeihen. Und wer gar zu viel in sich hineinstopfte, dem konnte mit einer Trink- und Badekur in der gegenüberliegenden Mineralquelle (Sidinger Drees) geholfen werden. Münzen und Votivfiguren, filigrane Glas- und Tongefäße belegen diese luxuriösen Zustände hier an der engsten Stelle des Kylltals, heute würde man das einem 5*****-Hotel zuordnen.

Die Lebensumstände waren gut in den rund 400 Jahren Römerherrschaft in der Eifel. Klimatisch war es meist wärmer als heute. Das Klimaoptimum der Römerzeit hat sowohl die römische  Hochkultur beflügelt, wie auch den  Bauern und dem Kleinadel gute Ernten und gute Weine beschert. Mehr als auskömmliche lokale Ernten, vortrefflicher Wein aus dem Moseltal, frische Austern vom Atlantik und frisches Gemüse aus den üppigen hiesige Gärten, Wildbret aus den großen Wäldern und  Edelfische aus der Kyll, Heilquellen und bestes Brunnenwasser sowie  angenehme Sommertemperaturen haben die Villa Sarabodis im mittleren Kylltal damals zu einem Luxusresort gemacht.

Auch heute gibt es noch den Luxus in der Eifel, nicht pompöse Bauten und Sklaverei, aber das gleiche gesunde Wasser, wie schon zu Römerzeiten. Die Natur hat ihre Ursprünglichkeit behalten und die Sicht aufs größte Schwammriff Europas ist heute noch so imposant wie damals. Kultur wird seit Zeiten der Römer groß geschrieben in Gerolstein, beim Bau der Erlöserkirche 1910 wurde kurzerhand beschlossen, ein Museum für die Artefakte der Villa Rustica zu erstellen, wodurch die Erinnerung an das erste 5 Sterne Hotel in der Eifel für immer erhalten bleibt.

Bleiben Sie neugierig.

 

 

Die Eifel, wie aus Preußisch Sibirien einer der lebenswertesten Orte Deutschlands wurde

Die Eifel galt zur Preußenzeit als arm, verlassen und regenreich und sie wurde von den Preußen zum Holz- und Eisenlieferant degradiert. Schon im Dreißigjährigen Krieg war die Eifel das Aufmarschgebiet der Truppen, wenn es ums Schlachten ging, da man aus Sicht der Herrscher hier wenig kaputt machen konnte.

Die Vernachlässigung der Eifel führte dazu, dass sie heute ein naturbelassenes Juwel geworden ist.

Aus der Eifel kommen die besten Mineralwässer Deutschlands, da in Kombination mit dem Vulkangestein eine optimale Filterwirkung für diese mineralhaltigen Wasser gegeben ist.

Da es keine Ansiedelung von Schwer- und Chemischer Industrie gab, ist die Natur in der Region erhalten geblieben. Wo man in den Großstädten Deutschlands jeden Morgen im Verkehrsinfarkt steckt, um zur Arbeit zu gelangen, kann man in der Eifel auf dem Weg zur Arbeit Greifvögel am Himmel bewundern.

Die Eifel hat sich zum Stammsitz der Rotmilane etabliert und Ornithologen und Vogelfreunde kommen inzwischen nur wegen dieses Vogels in die Eifel.

Nach Gründung des Nationalparks Eifel am 01.01.2014 wurde auch der Preußenbaum (die Fichte) wieder abgeschafft und Urwälder mit alten Eifler Bäumen (Buchen) geschaffen. Da die Eifel schon bei den Kelten und Römern beliebt war, finden sich in den Wäldern der Region bedeutende kulturhistorische Artefakte.

Die Eifel wandelt sich von einer Agrar- und Waldwirtschaft in eine neue Technologie-Hochburg. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Weiterentwicklung der Satellitenkommunikation, Maschinen zur Herstellung von Computerchips, modernste computergesteuerte Lagersysteme und die Weiterentwicklung der Elektromobilität in der Eifel ihren Ursprung haben?

Damit ist die Eifel das Ziel von Ingenieuren und Entwicklern, die nahe der Ballungszentren Düsseldorf, Köln, Trier und Koblenz mit Ihren Familien in einem intakten sozialen Umfeld leben möchten.

In der Eifel kann man die 4 Elemente des Lebens:

Feuer, Wasser, Luft und Erde, noch erleben.

Kommen Sie in die Eifel und seien Sie Gast, in einer der ursprünglichsten Regionen Deutschlands.

Bleiben Sie neugierig.

 

Sensationsfunde in Gerolstein Bewingen

Mutung des alten Eisenerzstollens von 1857 in der Gemarkung Bewingen wieder eröffnet. Laut der „Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im preussischen Staate„ wurden in Bewingen Stollen für den Abbau von Eisenerz geschaffen. Die Mutung wurde inzwischen wiedergefunden, auch ist der Zugang zum Hauptstollen für das geübte Auge ersichtlich.

 

Weiterhin wurde das alte Höhlensystem aus dem 16. Jahrhundert weiter erforscht. Die Dimensionen des Höhlensystems, welches von Menschenhand gegraben wurde, sind beeindruckend. Nach Ansicht von Archäologen wurde in diesem System über Jahrzehnte aktiver Bergbau betrieben. Alle Höhlen, damals 11 Stück, von denen heute noch 4 Stück zugänglich sind, wurden mit primitiven Werkzeugen gegraben.

Es befinden sich eingestürzte Abbaustollen in den Höhlen, welche mit neuen Wegen übergraben wurden, welches auf die lange Nutzung der Stollen schließen lässt.

Diese Höhlen wurden in der Vergangenheit auch als Schutzhöhlen von der ansässigen Bevölkerung in Kriegszeiten genutzt.

Ziel wird es sein, das Höhlensystem in Bewingen zu erforschen und zu vermessen, um dieses geschichtlich wichtige Artefakt der Bewinger Vergangenheit zu erhalten.

Beim Eisenerz-Stollensystem ist unter Umständen eine touristische Erschließung geplant, welche von den anfallenden Erschließungskosten abhängig sein wird.

Damit mehr über diese alten Stollen in Erfahrung gebracht werden kann, bitten wir die Bevölkerung, uns Informationen oder Kopien von alten Dokumenten zukommen zu lassen. Der Eisenerzabbau wurde laut unserer Informationen bis in das Jahr 1924 betrieben.

Achtung: Ein Betreten oder Besichtigen der Stollen/Höhlen-Systeme ist derzeit wegen Lebensgefahr nicht möglich und daher ausdrücklich untersagt.

Infos bitte an info@digitalestadtgerolstein.de